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Was ich schon immer mal loswerden wollte!

März 18, 2010

AAAAHHHH! Aggressiv. Ja das ist gerade das was ich bin und wie. Muss mich erstmal sammeln hier. Das einzig positive an dem Tag heute ist wirklich der Sonnenschein da draußen. Okay. Und dass ich in unserem vierten Zimmer unter dem Dach auf dem Bett liege, das eine Dachfenster aufgerissen habe und eine leichte Brise mir hier um die Nase weht und viel viel Sonnenschein hinein scheint. Dieses vertraute Geräusch, der vorbeirauschenden Bahn, die das Moorland durchquert. Ja, wir wohnen hier schon sehr sehr gut!


Aber zurück zu den Aggressionen. Was für ein Schultag! Meine Güte. Ich frage mich zunehmends wie einige Menschen immer gleich jede Geste, jedes Wort auf sich beziehen müssen???? Sich ständig fragen: Wie war das jetzt wohl wieder gegen mich gerichtet bzw. auf mich bezogen? Was soll denn der Scheiß? Ich bin der Ansicht, dass es weitaus noch mehr Menschen gibt, über die man reden könnte oder eben auch nicht. Ach, ich höre jetzt für den Moment lieber auf. Schreib nachher weiter…muss mich erstmal abregen und meine Gedanken sortieren 😀 So wird das nämlich nichts…


Erstmal gute Nacht, ich halte jetzt nämlich einen Sonnenschlaf!!

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Alle guten Dinge sind 3

März 13, 2010

Gestern war nicht nur der letzte Tag  auf der Schüler-Station. Nein. Gestern bin ich dann auch mal wieder Tante geworden. Und zwar zum dritten Mal. Und weil es so schön ist und die Teiwes-Familie irgendwie keine Mädchen braucht ist es natürlich wieder ein Junge geworden. Ole sein Name.

Verrückt wenn man darüber nachdenkt, dass es jetzt eigentlich schon vier Enkelkinder für meine Eltern wären. Doch eins war zu schwach um auf die Welt zu kommen. Es war meins. Seins. Unsers. Das Schicksal hat uns da wohl einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mich kann sowieso niemand verstehen, weil ich die erste in meiner Familie bin, der so etwas passiert ist bzw. passieren musste. Da helfen all die Sprüche nichts, die zu dem auch noch total dämlich und mit Sicherheit unüberlegt sind. „Du bist doch noch so jung, du kannst noch so viele Kinder bekommen.“ Versteht es denn niemand, dass ein Kinderwunsch nichts mit dem Alter zu tun hat? Schon lange nicht mit dem „jungen Alter“.

Auch wenn man jung ist heißt es nicht gleich, dass man noch unbegrenzte Möglichkeiten hat, so viele Kinder zur Welt zu bringen, wie man möchte. Jung ist nicht gleichbedeutend mit gesund! Es gibt Krankheiten, die einem binnen weniger Minuten zwingen die ganze Familienplanung neu zu überdenken. Manchmal sind „Alternativen“ bzw. die einzige Möglichkeit wie Hormontherapie oder künstliche Befruchtung unumgänglich,  damit der Wunsch eines eigenen Kindes, an dem man sein Erbgut weitergeben kann in Erfüllung geht. Endometriose wäre  nur eines von zahlreichen Beispielen.

Zwar habe ich keines dieser Krankheiten, dennoch sitzt man gefühlt im selben Boot, wenn  man gleich in der ersten Schwangerschaft sein Kind verliert. Ungerecht und traurig ist es, wenn einige Frauen mit großem Kinderwunsch, nie erfahren dürfen, wie es ist ein Kind unter dem Herzen zu tragen. Ich habe unser Kind relativ früh verloren, trotzdem war es ein unbeschreibliches Gefühl zu wissen, dass da ein kleiner Mensch im eigenen Bauch lebt, dessen Herz kräftig schlägt. Ein Gefühl, was nicht jede Frau erleben kann. Leider.

Wir sehen jedenfalls nach Vorne. Wir wissen, dass wir jederzeit unsere Familienplanung neu angehen können. Es gibt keine gesundheitlichen Einschränkungen. Auch wenn einige das wohl nicht verstehen wollen.

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Quatsch!

März 10, 2010

Tag 10 -Von Jever nach Sande und das über die Autobahn

Ganz genau. Die Strecke habe ich heute morgen um 6 Uhr in der Früh auch mal ausprobiert. Seit Samstag ist nämlich die Abfahrt Ostiemerberg in Richtung Sande gesperrt, wegen irendwelchen Gleisarbeiten. Nachdem ich jetzt 4 verschiedene Fahrstrecken gefahren bin, bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass die über Autobahn völlig bekloppt ist. Mein Arbeitsplatz ist von meinem Zuhause gerade mal 9,3 km entfernt. Den Umweg, den ich jetzt jeden Tag fahren muss (außer ich habe natürlich frei, was auch manchmal vorkommt) ist mindestens genauso lang. Da kann ich mich jetzt eigentlich schon darauf freuen, dass ich am 5.4 meinen gewohnten Arbeitsweg fahren darf/kann.

Ich muss gestehen, dass ich gerade total geplättet auf dem Sofa (ja, ich besitze ein Laptop und ja, es ist rosa. Aber nein, es glitzert nicht) sitze. Was für ein Tag! Nach dem überaus bezaubernden und voller Spaß erfüllten Arbeitstag ging es ohne Pause weiter nach Oldenburg! Eines sollte man wissen: Fred ist seit ihrer letzten Fahrstunde vor 4 1/2 Jahren, viereinhalb Jahre, omG!!!!!! nie wieder Autobahn gefahren! Das ist in Aurich wohl so. Wenn man dort seine Wurzeln hat, muss man wohl nur nach Emden oder Leer fahren und da kommt man ohne Autobahn hin. Gibts da in Ostfriesland überhaupt eine Autobahn??? Jedenfalls hat sie es gut gemeistert. Wir drei sind heil in Oldenburg angekommen und gekonnt lotste ich sie zu jenem Parkplatz, auf dem mein Freund und ich schon vor über 2 Jahren parkten, als er mich zu seinem Vorstellungsgespräch in Oldenburg mitnahm. Es ist ein herrlicher Ort.

Mir qualmen die Füße! Wir drei sind verzaubert von Lush und hätten am liebsten den ganzen Laden aufgekauft. Eine gemeinsame Arbeitskollegin wird sich mit Sicherheit am Montag freuen. Ach ja. Emotionen. Wo wir gerade dabei sind. Die herzzereissendste Szene gab es heute auf der Damentoillette und ereignete sich wie folgt:

Tanja und Inga mussten mal nötig Pipi. Nach 7 Stunden ist dies allerdings auch völlig gerechtfertigt. Leider waren die beiden WCs gerade besetzt und wir warteten geduldig als eine Patientin, Frau K. die Tür öffnete und meinte: „Ach, ich weine schon wieder.“ Ich erkundigte mich nach dem Grund und musste ihr sagen, dass es mir schon aufgefallen sei, dass sie ein sehr emotionaler Mensch ist. Sie fügte hinzu: “ Ja, ich bin so traurig, dass meine Bettnachbarin heute noch entlassen wird.“ Just in dem Moment kam die besagte Bettnachbarin aus der anderen Tür hinaus und sagte zu Frau K: „Oh nein, bitte nicht weinen, immer wenn andere Menschen weinen muss ich auch….“ ja und da war es schon geschehen. Dann standen Frau K., Frau J., Schwester Tanja und Schwester Inga vor dem Waschbecken und weinten. Krankenschwester zu sein ist schon nicht leicht 😉

Das Wort des Tages ist übrigens: QUATSCH! Egal was ich heute sagte (was zu 98% scherzig gemeint war), aber Regina wendete es gleich mit einem „QUATSCH“ ab.

Ich liebe meinen Beruf!

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Spaß²

März 9, 2010

Tag 9 – Irgendwie ist alles voller Harmonie

Schade, dass das nur ein Projekt ist und nicht ewig so weitergehen kann. Dass ein Oberarzt anordnet, dass ab morgen alle Schülerinnen, die sich zu dem Zeitpunkt im Dienstzimmer befanden (ja, mich inbegriffen) mit Kopftuch zur Arbeit kommen sollen, ist mir neu. Aber genauso war es! Der Satz des Tages war „T2 shines through“. Und allgemein war alles voller Witz heute, nachdem die ersten Aggressivitäten beiseite gelegt wurden. Dass wir alle Prinzessinnen sind, wusst ich zwar schon lange, aber dass die stellvertretende Stationsleitung der Station (und damit mein ich den Echten und nicht Sascha oder Maik) eigentlich ein Kapitän ist – ja da haben wir alle nicht schlecht gestaunt.

Außerdem kamen wir heute zur Erkenntnis, dass einen Sascha im Kurs zu haben immer Ärger mit sich bringt. Tanja hat ihn aber mal wieder aus dem Dreck gezogen, indem sie seine Quarkspeise lauthals lobte. Und was geschah sonst noch?

Ja, sonst, hm. Sonst konnte ich einem Patienten ein Lächeln auf die Lippen zaubern als ich ihm beichtete, dass wir beide am selben Tag Geburtstag haben und das ist bei 17 Patienten bei 365 Tagen im Jahr nicht leicht, will ich meinen.Wieder einmal zeigte sich, dass es irgendwie blöd ist, wenn der Vor- und Nachname auf unseren Namensschildern steht, wenn man nicht gerade darauf steht immer und immer wieder in den Bekanntenkreisen rumzukramen und alles zu grüßen was nicht bei drei auf den Bäumen ist. „Teiwes? Teiwes. Wo ich das grad lese – heißt ihre Mutter…?“ Ja Gillian. „Oh, die Welt ist so klein. Ist ja witzig.“ Liebe Grüße usw. Jaja, wer kennt das nicht? Die Welt ist ein Dorf! So! Jetzt hab ichs halt mal gesagt.

Und zum Schluss: „Wo ist eigentlich Regina? – Aufm Klo. Kacken.“ 😛

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Inga = Chef

März 7, 2010

Tag 7 – Das Chaos lichtet sich

Heute war also mein erster Frühdienst auf der „Schüler-Station“.  Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Sonntage im Krankenhaus nicht leiden kann? Tausend Angehörige hocken in den Zimmern und auf den Fluren ( was ja eigentlich ganz schön ist, wenn die Patienten Besuch bekommen), es herrscht eine unangenehme Ruhe auf den Stationen und die Zeit kriecht vor sich hin.

Normalerweise. Aber nicht heute.  Heute hatte ich:

ein Verhältnis mit dem Stationstelefon
mit den Medikamenten, die nicht gestellt wurden zu kämpfen
das Vergnügen unzählige Braunülen zu ziehen, weil die paravenös waren
ständig Insuman Rapid zwischen den Fingern
das Sagen

Ist nicht das erste Mal gewesen, dass ich durchgegangen bin. Aber irgendwie ist es nicht dasselbe. Im Normalfall sind zwei Examinierte und ein/e Schüler/in auf der Station. Die/der Examinierte bekommt es deshalb hin, ohne weiteres morgens zügig durchzugehen. Für alle anderen Aufgaben sind ja die Schüler/Innen da. Zwar heißt das Projekt „Schüler leiten eine Station“, wir simulieren nur examiniertes Pflegepersonal zu sein, dennoch hätte ich mir gerne noch Pflegeschüler/Innen aus den Kursen unter uns gewünscht, damit alles möglichst realitätsnah ist.

Wäre ja möglicherweise ein Denkanstoß für den Kurs unter uns, die nächstes Jahr randürfen und die Orthopädie und die Neurologie West schmeissen.

Jedenfalls habe ich gerade irgendwie das blöde Gefühl mir das Noro-Virus eingefangen zu haben. Doof.

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Und manche Menschen werden sie nie ändern

März 5, 2010

So ist das eben. Wenn eine Handvoll Menschen sich ändern sollen oder versprechen sich zu ändern, werden sich etwa drei von ihnen aufgrund ihres Intellekts ändern. Die anderen zwei behalten aber ihre sture Verhaltensweise, die sich auch mit fortschreitendem Alter nicht ändern wird. Sie bleiben immer infantil und niveaulos.

Aber in Prinzip sollte mich das nicht weiter beschäftigen.

Zur Zeit treibe ich mich wieder im Krankenhaus rum. Auf der Neurologie. Innerhalb der Ausbildung veranstalten unsere Praxisanleiter das Projekt: „Schüler leiten eine Station.“ D.h. ein Teil der Neurologie wird komplett von Schülern geleitet. Die ersten 4 Tage habe ich jetzt hinter mir. Montag ging es gleich auf Chefarztvisite. Die Eindrücke, die ich dort bekomme, sind enorm. Ist aber alles ein bisschen anstrengend. Alles in allem gefällt mir das Projekt aber durchaus. Auch wenn die ersten Tage ein wenig holprig waren. Aber was soll man erwarten? Nicht alle waren bisher auf der Neurologie eingesetzt und mussten sich erstmal orientieren.

Und heute? Ja, heute habe ich frei.

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Und Tag X rückt immer näher

Februar 6, 2010

Wow, jetzt ist schon wieder Februar. Unglaublich, wie schnell die vier Wochen in der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen vergangen sind. Station Haus D war mein Einsatzort für diese Zeit. Dort hatte ich mit Junkies zu tun, die sich dafür entschieden haben, zu entgiften. Aber das muss gesagt werden: Die meisten waren dort nicht zum ersten Mal. Ich war erstaunt darüber wie viele Entgiftungen manche schon gemacht haben und doch sind sie wieder rückfällig geworden sind. Ich suchte nach den Gründen und unterhielt mich über eine gute Stunde bei einem Schneespaziergang durch das durchaus schöne Gelände der Klinik, mit einer Patientin. Das weibliche Geschlecht war übrigens Rarität auf der Station. Ich hatte geglaubt, sie würde das durchhalten. Doch sie zeigte mir das Gegenteil. Kaum war der Monatsanfang in Sicht, brach sie ab. Und sie war nicht die Einzige. Es gab ja wieder Geld und somit ist die Sucht wohl größer als der Verstand – oder der Wille durchzuhalten.

Gestern war also mein letzter Arbeitstag. Mit gemischten Gefühlen verließ ich Haus D. Das Pflegepersonal war so freundlich und Spaß hatte ich dort enorm. Andererseits bin ich aber dennoch froh, dass ich ab sofort keinen Arbeitsweg von 60 Km mehr habe.


Tja, Tag X. Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Tag so schnell herbei eilen würde. Ich weiß noch nicht, was ich an diesem jenen Tag fühlen werde, wie es mir dann geht. Aber das sehe ich dann. Keine 14 Tage mehr und unser Leben hätte sich von jetzt auf gleich enorm verändert. Das Fragen nach dem Warum habe ich längst aufgegeben. Das Leben ist einfach ungerecht. Diejenigen, die etwas von Herzen wollen, den wird dieses Leben genommen – und andere – ja, da fehlen mir die Worte. Wie sagt man so schön? Das Glück ist mit den Dummen. Mich macht diese Ungerechtigkeit einfach wütend. Und auch die Ignoranz mancher. Eines steht jedoch fest: M. hat ein Andenken verdient. Und sie wird es bekommen. Bald.